Haus 8 — Zürich

Umbau und Sanierung einer Villa aus den 80er Jahren

Bauherr: Pri­vat

Beauf­tra­gung: Direkt

Bear­beitungszeit: 2025 — 2027

Typolo­gie: Wohnen, Sanierung

Zürich, Schweiz

Das Gebäude ent­stand in den 1980er-Jahren in ein­er zweis­chali­gen, mas­siv­en Beton­bauweise. Ursprünglich geprägt von min­i­mal­is­tis­ch­er Klarheit und reduziert­er Mate­ri­al­i­tät, wurde es im Laufe der Jahrzehnte durch zahlre­iche, teils unge­ord­nete An- und Umbaut­en ver­än­dert. Diese Ein­griffe über­lagerten den ursprünglichen Entwurf so stark, dass seine klare Sprache heute kaum mehr les­bar ist.

Die Auf­gabe des Pro­jek­ts beste­ht darin, das Haus mit behut­samen, sorgfältig durch­dacht­en Mass­nah­men von diesen Schicht­en zu befreien und seine ursprünglichen Stärken wieder erfahrbar zu machen. Dabei geht es nicht um eine rück­wärts­ge­wandte Rekon­struk­tion, son­dern um die Weit­er­en­twick­lung des Bestands. Durch gezielte Ergänzun­gen – etwa die Neustruk­turierung der Fas­sade, die Klärung der Pro­por­tio­nen und die präzis­ere Aus­bil­dung einzel­ner Bauteile – wird der ein­fache, streng gegliederte Baukör­p­er aufgenom­men und in eine zeit­ge­mässe Architek­tur­sprache über­set­zt.

So entste­ht ein Gebäude, das seine Geschichte respek­tiert, gle­ichzeit­ig aber eine neue Klarheit und räum­liche Qual­i­tät gewin­nt – ein Haus, das die Essenz seines Ursprungs mit den Anforderun­gen und Möglichkeit­en der Gegen­wart verbindet.